Patientenkolloquium 2019
Das Universitätsklinikum Bonn möchte Sie auch 2019 wieder für das Patientenkolloquium "Uni-Medizin für Sie: Mitten im Leben" herzlich einladen ... weiterlesen

Biomech. Messgeräte


Experimentelle biomechanische Untersuchungen in der Zahnheilkunde überdecken einen weiten Bereich an Kräften und Drehmomenten sowie Translationen und Rotationen. Konfektionierte Messgeräte sind für diese speziellen Anwendungen kaum am Markt erhältlich. Daher hat die Oralmedizinische Technologie (und vormals das Labor für Experimentelle Kieferorthopädie) in den vergangenen 20 Jahren eine ganze Reihe spezieller Messgeräte für diese Aufgabenstellungen entwickelt. Die folgenden Photos zeigen nur eine Auswahl dieser Messgeräte.

Das Orthodontische Mess- und Simulations-System (OMSS) wurde speziell für Anwendungen in der kieferorthopädischen Biomechanik entwickelt. Der Aufbau des Gerätes erfolgte bereits im Jahr 1990 im Rahmen eines von der DFG unterstützten Projektes. Die technischen Details oder Anwendungsbeispiele des Messaufbaus sind in verschiedenen Publikationen beschrieben (siehe z.B. Drescher et al., 1991; Bourauel et al., 1992; Fansa et al., 2009).Orthodontisches Mess- und Simulations-System (OMSS)

Mit dem Mobilitäts-Mess-System (MOMS) kann das biomechanische Verhalten des Zahnhalteapparats bestimmt werden. Hierzu werden Kiefersegmente mit einzelnen Zähnen in einen Kunststoffsockel eingebettet und die Zahnkrone mit definierten Kraftsystemen belastet. Die resultierende Zahnauslenkung wird berührungslos über ein System aus 3 Laserdioden und 3 Flächensensoren gemessen. Aus den ermittelten Kraft/Auslenkungszusammenhängen kann in Kombination mit numerischen Untersuchungen auf die biomechanischen Eigenschaften des Parodontalligaments zurückgeschlossen werden.Mobilitäts-Mess-System (MOMS)

Im Hexapod-Mess-System (HexMeS, Keilig et al., 2004) können sowohl biomechanische Untersuchungen an Dentimplantaten als auch an prothetischen Halteelementen oder Kiefersegmenten durchgeführt werden. Ähnlich wie beim MOMS werden Präparate in Kunststoffsockel eingebettet und können dann über den Hexapoden mit angeflanschtem Kraft/Drehmoment-Sensor mit definierten Kraftsystemen belastet werden. In Verbindung wiederum mit numerischen Studien werden die biomechanischen Eigenschaften der untersuchten Präparate (Implantat im Knochensegment, prothetisches Halteelement, Kiefersegment mit Zahn) detailliert ermittelt.Hexapod-Mess-System