Patientenkolloquium 2020
Das Universitätsklinikum Bonn möchte Sie auch 2020 wieder für das Patientenkolloquium "Uni-Medizin für Sie: Mitten im Leben" herzlich einladen ... weiterlesen

Krampfaderleiden



Vor der Planung und Durchführung einer Operation sollte eine umfassende Diagnostik in Form von einer Doppler- und Duplexsonographie durch unsere Phlebologische Ambulanz erfolgen. Nur in wenigen Fällen ist inzwischen noch eine Phlebographie (Kontrastmitteldarstellung des Venensystems) erforderlich.
Die operative Behandlung der primären Varikose (Krampfaderleiden) besteht in der Ausschaltung insuffizienter Abschnitte des epifaszialen Venensystems (der Stammvarikosis, Seitenastvarikosis und Perforansveneninsuffizienz) und deren Verbindungen zum tiefen Venensystems.

Die operative Behandlung des Krampfaderleidens (Stammvarikosis) erfolgt gemäß den derzeit geltenden Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Phlebologie mittels Leisten-oder Kniekehlenschnittes (Krossektomie) und das Ziehen der Hauptkrampfader (Stripping der Vene am langen Faden). Die Seitenastvarikosis und Perforansveneninsuffizienz werden mittels perkutaner Phlebektomien mit Miniinzisionen, Perforansligaturen und lokalen Unterbindungen operativ beseitigt.
Retikuläre Besenreiservarikosis kann u.a. in mikrochirurgischer Technik mit dem Häkelset nach Ramelet saniert werden.

Ein Großteil der Operationen werden nach Möglichkeit in Tumeszenzlokalanästhesie durchgeführt, dabei handelt es sich um eine neuere Technik der örtlichen Betäubung. Hierdurch lassen sich Blutergüsse (Hämatome) auf ein Minimum reduzieren, zudem kann eine schnelle Mobilisation erreicht und damit das Thromboserisiko reduziert werden.
Nur in wenigen Fällen ist eine Vollnarkose erforderlich.