Patientenkolloquium 2019
Das Universitätsklinikum Bonn möchte Sie auch 2019 wieder für das Patientenkolloquium "Uni-Medizin für Sie: Mitten im Leben" herzlich einladen ... weiterlesen

AG Prothetik in der Oralmedizinischen Technologie



Die AG Prothetik in der Oralmedizinischen Technologie beschäftigt sich mit der Untersuchung biomechanischer und werkstoffwissenschaftlicher Aspekte von prothetischen Versorgungen. Auch diese Arbeitsgruppe verwendet für ihre Untersuchungen kombinierte experimentelle und numerische Methoden.


Finite-Elemente-Modell einer TeleskopkroneTeleskopkronen auf Probenhalter zur Untersuchung im HexMeS

Diese Untersuchungen umfassen zum Teil einzelne Konstruktionselemente der zahnärztlichen Prothetik, wie zum Beispiel Teleskopkronen (siehe Abbildungen rechts). Experimentelle werkstoffwissenschaftliche Untersuchungen umfassen dabei statische Belastungsgrenzen, Dauerlastfestigkeit und (Mikro-)Beweglichkeit der untersuchten Präparate sowie die Untersuchung von Oberflächenveränderungen, die durch diese Belastungen ausgelöst wurden. Auch chemische Analysen von Spül- und Immersionslösungen, die bei diesen Belastungstests anfallen, können durchgeführt werden, ebenso Korrosionsuntersuchungen und thermische Materialalterung. Begleitet werden diese Untersuchungen durch die numerische Modellierung, bei der gezielt einzelne Fertigungs- und Belastungsparameter, wie zum Beispiel die Wandstärke von Konstruktionselementen oder die Orientierung der Belastungsrichtung, variiert werden.


Finite-Elemente-Modell des Geschiebesystems MiniSGFinite-Elemente-Modell einer Designvariation des Geschiebesystems MiniSGFinite-Elemente-Modell eines teilbezahnten Unterkiefers mit am Eckzahn verankerter Freiendprothese

Auch komplexe Modelle werden in diesen Untersuchungen berücksichtigt. So kann zum Beispiel der Einfluss von Designvariationen von Verankerungselementen auf die biomechanische Lastverteilung in allen beteiligten Strukturen, wie der Mundschleimhaut, des kortikalen und spongiösen Knochens, eventuell vorhandener Restbezahnung und des Parodontalligaments sowie der vollständigen Prothese, untersucht werden.




Kontakt: Dr. rer. nat. Dipl.-Math. Ludger Keilig, Prof. Dr. rer. nat. Christoph Bourauel